Fliesen legen

Anders als das Parkett verlegen erscheint das Fliesen legen schon wesentlich schwerer. Scheinbar kann einiges mehr schiefgehen als bei den hölzernen Kollegen. Schließlich muss man hier mit festem Material arbeiten, Symmetrie ist wichtig und kann von manchen nicht erreicht werden und letztlich ist das Material teurer, was Fehler umso ärgerlicher macht. Aber in Wirklichkeit ist das Fliesen legen gar nicht so schwer. Aber jemand, der noch nie irgendetwas mit Handwerk zu tun hatte, sollte es langsam angehen lassen.

Langsames Vorgehen erspart doppelte Arbeit

Der Fliesenkleber hat zwar vieles leichter gemacht, aber ein Kinderspiel ist es trotzdem noch nicht. Selbstmachen lohnt sich aber, denn Fliesenleger sind nicht unbedingt billig. Die Kosten für das Material allein sind da weniger das Problem. Damit dem Heimwerker nachher nicht vorgehalten wird, er habe den Küchen- oder Badboden zerstört, gibt es hier einige Tipps für das Fliesen legen. Zuallererst sollte natürlich ein Verlegeplan erstellt werden, damit schon vorher klar ist, wie viele Fliesen an wie vielen Kanten wie abgeschnitten werden müssen.

Hat man dies bereits vorher erledigt, so spart man einiges an Zeit beim Verlegen hinterher. Ein Verlegeplan ist allerdings nicht so einfach zu erstellen. Die Maße des Raums müssen genau bekannt sein, damit jede Fliese exakt eingeplant werden kann. Dabei sollte man auf größtmögliche Symmetrie achten. Wenn es an das Schneiden der Kanten geht, ist natürlich auch das richtige Werkzeug gefragt. Die Fliesenbrechzange oder die Fliesenschneidmaschine ist hierfür wichtig. Für das spätere Verlegen ist es natürlich die Maurerkelle, die Glättekelle oder das Reibebrett, um den benötigten Mörtel, Putz und Kleber richtig verteilen zu können. Dies ist wohl die Basisausrüstung, aber es gibt weitaus mehr Werkzeuge, die die Arbeit beim Fliesen legen erleichtern können. So etwa das Fliesenkreuz oder der Fliesenkeil. Nicht zu vergessen der Fliesenhammer, um die Fliesen nachher auf dem Mörtel festklopfen zu können. Dafür eignet sich auch ein normaler Gummihammer, aber auf die richtige Größe sollte geachtet werden.

Wenn der Untergrund nicht will

Bevor es mit dem Fliesen losgeht, sollte zunächst der Fliesenuntergrund beurteilt werden. Hierzu kann man die einfache Ritzprobe anwenden. Mit einem Cutter ritzt man in den Untergrund. Je tiefer der Ritz, desto geringer ist die Tragfähigkeit des Bodens. Darüber sollte mit Wasser getestet werden, ob dieses in den Boden einzieht. Ist dies der Fall, muss der Boden grundiert werden. Vor der Grundierung sollte der Boden von sämtlichen Schmutzpartikeln befreit werden.

Nach der Grundierung sollte nach dem Bekleben und Wiederabreißen eines Klebebandes nichts mit abblättern. Die Fliesen sollten nach dem Zweck und Ort des Fliesen legen ausgewählt werden. Dabei sind Faktoren wie Temperatur und Feuchte zu beachten, etwa wenn draußen gefliest werden soll. Für das eigentliche Fliesen legen lassen sich nur schlecht über das Internet Tipps geben. Hierzu sollte man sich einen Bekannten suchen, der die entsprechende Art der Grundierung beziehungsweise des Fliesenlegens einmal demonstriert.