Tapezieren

Während Fliesen legen und Parkett verlegen noch recht aufwändige Tätigkeiten sind, sieht es beim Tapezieren ganz anders aus. Zwar wird schon der ein oder andere beim Tapezieren regelrecht durchgedreht sein, aber einen gestandenen Heimwerker schreckt so etwas nicht ab. Aber Obacht, so einfach ist es auch wieder nicht.

Es gibt einige Dinge, die man der Heimwerke beim Tapezieren beachten sollte, damit sich die Tapete nachher nicht von der Wand pellt oder durchbeult. Nichts ist ärgerlicher, als die Tapete dann wieder von der Wand reißen und dann neu anfangen zu müssen. Lieber sollte man gleich die richtigen Punkte beachten und gleich alles richtig machen. Deswegen wird hier eine kleine Einführung in das Tapezieren gegeben, damit man sich hinterher nicht ärgern muss.

Planung ist das halbe Leben

Zunächst sollte ermittelt werden, von welcher Tapete man wie viel benötigt. Hierzu muss der Raum genau vermessen werden. Die Höhe und die Länge der Wände entscheidet darüber, wie viel man Tapete man einkaufen muss, um nicht nachher mit zu wenig dazustehen. Um auf Nummer sicherzugehen, sollte man gleich etwas mehr einkaufen, damit bei eventuellen Fehlern, die gerade beim Kleben passieren können, Ersatz da ist.

Welche Art Tapete wird genutzt

Dann sollte man sich entscheiden, welche Art von Tapete es sein soll. Ganz normal oder doch Raufaser? Dann sollte die alte Tapete vorsichtig entfernt werden. Ist es eine besonders alte Tapete, kann man dies auch trocken tun. Hier reicht ein einfacher, schmaler Spachtel. An einer Ecke setzt man zunächst an und zieht an dieser freigesetzten Ecke. Aber ganz vorsichtig. Wenn die Tapete relativ einfach zu entfernen ist, kann man mit den weiteren Bahnen genauso vorgehen. Ist dies nicht möglich, so muss man die Tapete zunächst befeuchten. Dazu muss man zunächst sehen, ob die Tapete rau oder glatt ist. Ist sie glatt und dazu noch mit Farbe versehen, so muss die Tapete mit einem Cutter Messer angeraut werden, damit sie leichter Wasser aufnehmen kann. Dann sollte sie befeuchtet werden, was das Entfernen enorm erleichtert. Das Wasser sollte vorher mit etwas Spülmittel versetzt werden. Wahlweise kann auch Wasserdampf mit einem Dampfgerät verwendet werden. Steht ein solches nicht zur Verfügung reicht selbstverständlich auch die erwähnte Mischung aus Wasser und Spülmittel.

Mit der richtigen Technik zum Ziel

Wenn die Wände bereits porös sind, sollten Unebenheiten dann mit Spachtelmasse und einem Spachtel aufgefüllt werden. Dies ist wichtig, damit keine Luftlöcher in der Tapete entstehen.

Die Angaben des Spachtelmassenherstellers sollten beachtet werden, damit die Masse wegen zu hoher Wasserzufuhr nicht aus den Löchern läuft. Dann sollte der Kleister vorbereitet werden. Hierfür gibt es verschiedene Sorten, je nach Tapetenart. So gibt es Kleister für Raufaser und Prägetapeten. Besonders für Heimwerker geeignet ist das sogenannte Rolltapezieren. Hierbei handelt es sich um ein Komplettpaket, bei dem zwei spezielle Kleister für die Tapezierrolle beiliegen. Bei dieser Methode wird kein Tapeziertisch benötigt. So steht dem ambitionierten Heimwerker bei seinem Vorhaben nichts im Wege. Die Tapeten müssen nur noch eingekleistert werden und können, nach Ausloten des senkrechten Winkels, an die Wand gebracht werden.